„Bin am Meer“ 2

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Die Stimme der Indianerin …

Oriah Mountain Dreamer

dage_coastwalk

 

Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.

Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist

und ob du zu träumen wagst,

der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.

Ich will wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,

um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen

und für das Abenteuer des Lebendigseins…“

Um das Lebendigsein geht es im Buch: „Bin am Meer“.Was sind die Kraftquellen des Menschen? Wodurch werden sie gefördert, wodurch behindert? Der Meeresguide Leif kommt nicht nur auf das alte Wissen der Indianer zurück, sondern auch auf das Wesen der Kinder, die von Natur aus spontan und unmittelbar sind. Sie sind nicht nur nahe an ihren Gefühlen, sondern dem Herzen nahe, so Leif. Neugierig wollen sie die Welt entdecken…durch zweckfreies Spiel. Die Zweckfreiheit ist dem Erwachsenen fremd. Die gesamte Existenz erscheint zweckbestimmt, was sich nicht nur in Sachzwängen äußert…sondern auch in der Interaktion.

Grupo Sal & Alberto Acosta

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„Buen Vivir“  – gutes Leben, hat darauf der Mensch ein Recht?

Schaut man sich die Welt an, wie sie ist, dann müsste man antworten: Nein!

Kann man daran etwas ändern? Ja!

Wie? Es gibt viele Wege…sei es durch Musik und Wort, oder …

grupo_sal

Grupo Sal ist das musikalische Zusammenspiel verschiedener Nationen, eine gewachsene Einheit, trotz Verschiedenheit. Wahrlich ein Erlebnis: temperamentvoll, lebendig, vielfältig…versehen mit Erfahrung aus Jahrzehnten.

1987 erstmals mit dem Schauspieler Dietmar Schönherr auf Tour: „Nicaragua mi amor“, jetzt unterwegs mit dem ecuadorianischen Ökonom und Politiker Alberto Acosta, der sein Konzept: „Buen Vivir“ gestern in Siegen in der Martini-Kirche vorstellte.

Es war ein Stück gutes Leben, was dort präsentiert wurde…

Mehr davon, möchte man sagen, denn woran es oftmals in heutigen Zeiten mangelt, ist das Verbindende, aber auch die „Natürlichkeit“ des Seins. Spätestens beim Lied „Taki Ongoy“, entfachte sich der gute Zauber, die Magie, die Ursprünglichkeit…die in Mutter Erde beheimatet ist. Der Musiker Fernando Dias Costa von Grupo Sal, trug das Lied mit solch einer Intensität vor, dass sich wahrlich der gute Geist entfaltete. Da steckte mehr Energie drin als in allen Powerriegeln dieser Welt.

Künstlichkeit kann niemals Natur ersetzen

Das ist keine „linke“ Idee, sondern überprüften Wissen, welches viel zu oft in den Hintergrund gedrängt wird. Den Fokus wieder auf die Natur setzen, das hat sich der Ökonom und Politiker  Alberto Acosta auf die Fahnen geschrieben.

Denn aus der Natur kommt und erwächst das „Buen Vivir“…

Artgeflecht – Heider Kunst-Tour 2013 – Teil IX

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Die Natur hat nicht nur ihre Schönheiten,                         Farbe_Baum_Holger

sondern auch ihre Tücken.

Wer wie ich, öfters im Freien schläft,

und das ohne Zelt, der hat schon einiges erlebt.

Jupp hatte mir als Schlafquartier einen Wohnwagen

zur Verfügung gestellt.

Dieses nach meinen Maßstäben Luxusquartier, stand zirka dreihundert Meter

oberhalb der Scheune gleich neben seinem Eselmobil.

Dort hinauf, ging es über eine ziemlich schmale, steile Steintreppe.

Das letzte Licht war gelöscht, ich hatte eine kleine Taschenlampe,

Bettzeug und noch ein Glas Wein.

Der Lichtstrahl der Taschenlampe war eher schmal, auf einen kleinen Punkt fixiert.

Sie konnte aber bestimmt einen ganzen Kilometer weit leuchten, wenn nicht noch weiter.

 

Beseelt vom schönen Abend, verabschiedeten sich die letzten Sünder, Künstler, Musiker

und Helfer. Ein paar Nachtschwärmer blieben noch sitzen.

Ivan Jordanowicz, der russische Poet, wünschte auch eine gute Nacht.

Poeten von und mit Bedeutung, setzen immer noch gegen Ende eine Geste.

Er nahm seinen Strohhut langsam vom Kopf und grüsste das Volk zum Abschied.

Und das kleine Volk grüsste zurück.

Ivan hatte lichtes Haar, so wie es sich für einen tiefgreifenden Poeten gehört.

Was oben fehlte, war aber hinten noch dran. Ein langer, zusammengebundener Zopf,

mit einer langen Geschichte, die aber kaum jemand kannte,

floss in die Dunkelheit.

 

Ich war erstaunt, wie gut ich die schmale Steintreppe hinauf kam,

die kein Geländer hat. Irgendwo in der Ferne sang eine Eule und als ich oben war,

hielt ich an und schaute zu den Sternen. Auf dem Land sieht man sie besonders gut.

Eine immer wieder beeindruckende Weite, die so einiges relatvieren,

be- und entzaubern kann.

Was unten auf der Erde groß und mächtig erscheint,

spielt dort oben absolut keine Rolle.

Dann schritt ich weiter. Ein paar Blätter knisterten unter meinen Füßen und einige

Steine antworteten.

Es gibt so viele Elemente in der Natur. An eines hatte ich nicht gedacht.

Die Baumwurzel, die Mutter aller Baumwurzeln…