Leichtigkeit des Seins

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Man kann an Milan Kundera denken, aber auch an den Frühling. Ist sie nun „unerträglich“ wie bei Kundera im Titel oder wünschenswert wie der nahende Frühling. Viele hoffen auf den Frühling, warten sehnsüchtig auf wärmende Sonnenstrahlen. Unbeschwert unterwegs sein können, ist ein Geschenk des Lebens. Jeder hat es mal irgendwann erlebt und kann sich vielleicht noch daran erinnern.

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Frei sein von MÜSSEN und SOLLEN…bedeutet die Freiheit, sein zu können, der man sein möchte. Das ist kein Verbrechen, das ist gesund. Es fördert Glücklichsein …und Zufriedenheit, auch in Beziehungen jeglicher Art. Der Mensch lebt ganz und nicht zerstückelt. Und nur so kann er aufblühen…und sich entfalten. Die Unterstellung an „den“ Menschen, er würde seine Freiheiten schamlos ausnutzen, wenn er sie hätte, aus welcher Ecke kommt dieses Misstrauen? Was steckt dahinter? Wer sind die „Meinungsmacher“ der Unfreiheit. Wie leben sie?

Freiheit sollte kein Luxusartikel sein und mit Freiheit meine ich nichts anderes als sein zu können, wer man sein möchte…und zwar so gut es geht. Das hat nichts mit egoistischen Freifahrten zu tun, derer sich eine kleine Gruppe in der Gesellschaft nachweislich bedient. Es wird auch immer so bleiben, weil es schon immer so war. Aber diejenigen, die nicht zu dergleich erlauchten Kreisen gehören, stehen genauso vor der Frage, sogar noch viel mehr, wie frei sie sein können? Wieviel Leichtigkeit des Seins ist möglich?

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Merry Zwistmas

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Der Stoff aus dem der Frieden ist? Liebe ! Oft genannt, mehr als man zählen kann. cover_foto_web

„Willst Du nicht „lieben“, so wende ich Gewalt an,“ nur eine „Spielart“ von vielen. Schafft man so Liebe? Es muss nicht immer tragisch-ernst sein. In dieser Geschichte breitet sich  Humor aus, auch wenn die Verhältnisse nicht einfach sind.

Eine Beziehungsgeschichte in der Weihnachtszeit, Bescherung inklusive.

Die Liebe geht zuweilen seltsame Wege, das haben Millionen von Menschen schon erlebt, Philosophen beschrieben und Religionen verbreitet. Wie steht es geschrieben: „Die Wege des Herrn sind….“

Aber auch die Wege der Damen sind…

The freedom to travel is…

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Ein Stück Welt erleben, atmen, schauen…

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Entdecken öffnet Horizonte, verändert Perspektiven und beflügelt. Wie ist der Mensch dort? Welche Gewohnheiten pflegt er? Man fährt von einem Ufer zum anderen. Der Wind weht einem ins Gesicht. Nur eine kurze Fahrt, aber anders als hier. Die Schweizer Fahne flattert über den See, markiert Identität.

Hopp Schwizz…

Am Bürkliplatz wird angelegt, dann weiter zum Bellevue-Platz, wo die   „Herzbaracke“, das Theater-Boot…liegt. Zum Café Odeon ist es nicht weit…aber ich nehme das kleine Café am Bellevue. Am Brunnen steht ein Mann mit Flasche. Sein Mantel ist schmutzig und abgetragen. Wird er stürzen? Ein paar Meter weiter steht der Kleinbus „Troubleshooter“. Personal ist nicht zu sehen…

Liebeszeichen – Brandzeichen, auch in dieser Stadt…

Liebeszeichen – Brandzeichen II

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Da sind sie versammelt, Oscar Wilde, Henry Miller, Thomas Bernhard, Albert Camus… alles Querdenker ihrer Zeit. Nicht zu vergessen: Georg Stefan Troller und Axel Corti.

Ein dynamisches Bild aus vielen Bildern

Alles ist in Bewegung. Sie lebten in verschiedenen Zeiten, an verschiedenen Orten, und dennoch gibt es Verbindungen. So auch zwischen meinen Freunden, den lebenden und verstorbenen. Manche würden sie Sonderlinge oder „komische Vögel“ nennen. Komisch gilt nur bedingt, denn Scharfsinn gehört auch mit dazu, hier Esprit, dort britisch, schwarzer Humor. Alles in allem, sind sie aber keine Schwarzseher, auch wenn manche sie gerne so darstellen. Kuriositäten finden sich bei ihnen allemal…

Karl ist inoffizieller Weltmeister im Kaffeehaus-Sitzen, Hippie, ein ehemaliger Hüttenbewohner der Pyrenäen, der verstorbene Louis brachte es fertig, mit Seemannspullover in die Badewanne zu gehen…und Fuchskappe hing nach Lourdes in Südfrankreich am Kreuz. Das sind Eckpunkte eigenwilliger Existenzen.

NORMAL – kann man das nicht nennen,

aber es ist so wie es ist…wie immer man das nennen mag. Es hat stattgefunden und es findet immer noch statt, wenn auch etwas anders…

Liebeszeichen – Brandzeichen ist ab sofort im Handel vorbestellbar

Liebeszeichen Brandzeichen

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surf surf surf on time

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„They said it couldn’t be done, we did it,

they said it wouldn’t continue,   it does.“

( Jack o‘ Neill )

Warten auf die eine Welle, die trägt, zaubert und leitet. Machtvoll schäumt die Gischt, das Brett ins Wasser geworfen, paddeln gegen Wellen und Strömung, bis man draussen ist, weit draussen, wo Türme aus Wasser erschaffen werden.

The power of nature

Alles ist in Bewegung, entgegen starrer Ordnung und Erwartung. Muster? Ständige Wechsel. Flow hat keinen Bestand, lebt aus sich heraus, ist Lebendigkeit selbst. Worauf sich der Mensch verlassen muss, ist seine Erfahrung und Intuition. Wie kann man an einem lebendigen Wesen entlang gleiten, diesem Wesen, welches fünf, zehn und mehr Meter hoch sein kann? Geballte, dynamische Kräfte, zirkulierend, immer in Bewegung. Der nächste Moment ähnelt bestenfalls seinem Vorgänger und grüßt vielleicht als Brecher. Schnell abtauchen. Ein Dagegen hat keine Chance. Unter der Welle hindurch, warten auf die nächste…geduldig und gespannt. Was wird passieren? Das Spiel mit den Unwägbarkeiten. Ist die Gefahr kalkuliert, kalkulierbar? Sie treibt an, reizt, schafft Herausforderung. Das Risiko stellt Fragen. Die Antworten gibt das Meer…

Sonne. Wind. Sturm. Mit den Wellen gleiten, eins werden mit der Natur. Und dann kommt man aus dem Wasser, ist beseelt vom Erlebnis. Nach der Ekstase, nach der Spannung, kommt die Ruhe, der Rückblick. Was war geschehen…?

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vive la chance

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„Comté. Compté“, 15 Monate gereift. Nicht schlecht für einen Käse! Gut, manche Menschen haben auch Käse im  Kopf, der deutlich länger gereift ist, aber was den Fromage pur anbetrifft, ist der Geschmack exzellent. Soll man sich ein Stückchen gönnen?

„Oui!“

 

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Die Verkäuferin ist freundlich, kommt aus der Nähe von Dijon, und hat auch noch wunderbare Oliven aus der Provence im Angebot. Französische Händler in Siegen.Ich bin erstaunt und zugleich angenehm überrascht. Und so rufe ich dann selbst meinen französischen „Feiertag“ aus, begebe mich ins Buch-Antiquariat, erkundige mit nach Georges Brassens, dem Sänger mit den scharfen Texten. Auch wenn es nicht einfach ist, der Mann kann mir genau die zwei Bücher besorgen, die ich möchte. Für Brassens brauche ich Texte mit Übersetzung.

„Billig wird das nicht“, sagt der Inhaber.

„Der Sänger ist mir lieb und teuer. Mal schauen, was der Finanzminister sagt?! Ich komme nochmal wieder.“

Den alten Jean Paul Sartre, bekomme ich umsonst. Das Büchlein, „Paris unter der Besatzung“, ist schon reichlich vollgekritzelt. Und nun markiere ich noch dazu. Die Befreiung von Paris, 1944-1945. Reportagen des philosophischen Meisters. Zeugnisse des Kampfes um Paris. Er war dabei, mittendrin. Ein  Augenzeuge der Schrecklichkeiten, der Ängste und der Hoffnungen. Diese tragische Geschichte wird sich glücklichweise so nicht wiederholen, da bin ich mir sicher. Nach dem Krieg sang Barbara „Göttingen“, ein Lied der Versöhnung. Es gab einige große Gesten der Versöhnung, die ein neues Verhältnis zwischen beiden Ländern entstehen ließ. Vive la chance! – oder anders ausgedrückt: Den Frieden bekommt man nicht umsonst. Man muss etwas dafür tun, so auch für die Freiheit.

„Wer möchte schon allein in seinem Zimmer bleiben, wenn Paris um seine Freiheit kämpft“, schrieb Sarte.

Doch viele, die ihre Zimmer verließen, hatten kein Glück. Das Glück zu überleben und weiterleben zu können, es blieb vielen Menschen vergönnt. Und einige Menschen, die weiterlebten, machten es sich zur Aufgabe, an den hohen Wert von Frieden und Freiheit, zu erinnern. Unter diesen Schriftstellern, Sängern und Künstlern, waren auch Mahner. Frieden und Freiheit sind nicht selbstverständlich. Man darf sie nicht aufs Spiel setzen. „Ma Liberté“, sang einst Moustaki…   flagg.jpg

 

 

Berg des Lebens

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„Das Können ist des Dürfens Maß“, sagt Bergsteiger Reinhold Messner.

Berge und Leben, da gibt es Verwandtschaften und Affinitäten. Einen Berg rennt man nicht hinauf. Einen hohen Berg, schaut man sich genau an, bevor man aufbricht.Was für Bedingungen herrschen? Wie ist die Wetterlage? Wie sind die Beschaffenheiten?

Pyrenäen_Wolkenbild

Extreme Beschaffenheiten bergen stets Gefahren

Sich zu akklimatisieren, ist notwendig.Man nimmt sich Zeit und trifft in Ruhe Vorbereitungen, denn was kommt, ist schwierig zu meistern. Es bedarf einer Gewöhnung an die Umstände.

Was eine Schwierigkeit ist, hängt in hohem Maße vom individuellen Empfinden ab. Das muss mit Realitäten abgeglichen werden, und zwar Schritt für Schritt. Höhenlagen erfordern besondere Maßnahmen. Die Luft wird dünner, jeder Schritt fällt schwer. So ist das im Leben oftmals auch. Selbst der kleinste Schritt wird zur Tortur. Pausen sind nötig. Körper und Geist, müssen sich regenerieren.Ist das nicht gewährleistet, droht der Zusammenbruch oder der Absturz.

Ein Berg ist kein Feriencamp und das Leben kein Ponyhof…

Jeder, der einmal in Extremsituationen war, der weiß, dass man dann keine lustigen „Wanderlieder“ mehr singt, es sei denn, man ist wahnsinnig oder dem Galgenhumor verfallen. Humor schadet nicht, im Gegenteil, er sorgt für Erleichterung, nimmt oft sogar die Angst für eine gewisse Zeit, reduziert den Druck. Die Bedrohung lässt nach. Das ändert aber nichts daran, dass die Bedrohungslage existiert. Wegschauen nützt da nichts, verzerrt den Blick auf die Realitäten wie es Illusionen auch tun.

 Flucht nach vorne?

In der Handlung bleiben zu können, ist wichtig. Nach vorne zu flüchten, absurd und gefährlich. Manchmal ist es auch angezeigt, konsequent eine Pause einzulegen. Durchatmen, in sich gehen. Auszeit. Burn out, ist alles andere als eine Modekrankkeit oder eine Trenderscheinung, ohne Tiefgang. Burn out ist gefährlich und bedarf einer fachlichen Analyse, Diagnose und Behandlung. Alles das braucht Zeit, Raum und sinnvolle Entscheidungen. Eine Flucht nach vorne, ist irrational und fatal. Manche legen ein Sabbathjahr ein. Sie kümmern sich ein Jahr „nur“ um sich selbst.

Was benötige ich? Was brauche ich? Wonach sehne ich mich?

Wer sich das einmal aufschreibt, der kommt vielleicht zu erstaunlichen Ergebnissen…

 

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