Nach-Hause-Kommen

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„Feel like home“, diese Worte sind schon alt…ob sie wohl aus England stammen? Angesiedelt sind sie im Grunde überall, denn sie sprechen von einem tiefen menschlichen Bedürfnis nach Sicherheit, Geborgenheit und Wärme. Worum es auch bei ihnen geht, das sind die Wurzeln des Menschen. Man kann nur mit ihnen, aber nicht gegen sie leben. Ohne Identifikation gibt es keine sinnvolle Existenz und ohne Sinn, kein Grund, es sei denn, der Mensch würde sinnlos handeln oder durch Sinnlosigkeiten angetrieben werden. Diese können aber niemals das Bedürfnis des Nach-Hause-Kommens füllen; im Gegenteil.

herzmeer

Einklang und Stimmigkeit, danach sehnt sich der Mensch, denn Einklang trägt…und erzeugt Wohlgefühl. Über die „Wurzeln“ gelangen die Nährstoffe in jedes Lebewesen. Ist der Boden aber kontaminiert oder versiegelt, kann kein Wachstum gelingen, dann gibt es auch kein „Nach-Hause-Kommen“. Wachstum ist unumgänglich mit Identifikation verbunden.

„Bin am Meer“ 2

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Die Stimme der Indianerin …

Oriah Mountain Dreamer

dage_coastwalk

 

Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.

Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist

und ob du zu träumen wagst,

der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.

Ich will wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,

um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen

und für das Abenteuer des Lebendigseins…“

Um das Lebendigsein geht es im Buch: „Bin am Meer“.Was sind die Kraftquellen des Menschen? Wodurch werden sie gefördert, wodurch behindert? Der Meeresguide Leif kommt nicht nur auf das alte Wissen der Indianer zurück, sondern auch auf das Wesen der Kinder, die von Natur aus spontan und unmittelbar sind. Sie sind nicht nur nahe an ihren Gefühlen, sondern dem Herzen nahe, so Leif. Neugierig wollen sie die Welt entdecken…durch zweckfreies Spiel. Die Zweckfreiheit ist dem Erwachsenen fremd. Die gesamte Existenz erscheint zweckbestimmt, was sich nicht nur in Sachzwängen äußert…sondern auch in der Interaktion.

Franz von Assisi

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„Nur in den Armen können wir Gott etwas schenken.“

Franz von Assisi
(1182 – 1226), eigentlich Giovanni Bernadone, katholischer Heiliger, Stifter des Franziskanerordens

franz_assisi

Albert Schweitzer: Leben

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„Ich bin Leben das leben will, inmitten von Leben, das leben will (…)

Du sollst Leben miterleben und Leben erhalten.“

stefan-dernbach_schweitzer

Postfaktisch oder das Drama der einfachen Betrachtungen

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Einfach sich empören, das muss nichts mit Fakten oder Überblick zu tun haben, auch nichts mit Bildung. Die Inszenierung des Dagegen, ist keine Lösung, oftmals nicht einmal eine tragfähige Erklärung oder Beschreibung. Weder die Welt, noch die Gesellschaft, noch der Mensch ist einfach.

Das Sein ist komplex

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Wer die Komplexität der Prozesse negiert, der macht es sich allzu einfach.

„Schluss mit dem Philosophieren“, bedeutet nichts anderes als: Denkverbot. Und wo Denkverbote herrschen, da liegen die Seinsverbote nahe. Sie werden vorbereitet und angestrebt. Einbahnstrassen. Man sucht keinen Dialog.

Behauptungsunkultur

Aber gegen wen oder was? Warum das Dagegen? Geht es um Werte, wenn ja, um welche? Oder geht es nur um Protest?

Falls ja, so werden keine Lösungen erzielt…

Liebeszeichen – Brandzeichen IV

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Oh, wie schön ist es, ein Künstler zu sein…

Welcher Zunft man nun auch immer angehört, es ist Handwerk und Leidenschaft, zugleich. Originär dem Handwerk entsprungen, ging es dabei weder um Masse, noch um Werbung. Der Künstler hatte seinen Platz am Ort und dort schuf er Tag für Tag. Schaffende Selbstverständlichkeit, selbstverständliche Beschaffenheit…

„Moin!“                                                                                     herz_artist_entrance

„Na, Meister!?“

Da saß der Meister am „Feuer“ und schmiedete…Gedanken, Worte, Sätze, Melodien…

Der Maler schaute auf die Farbtöpfe und nahm sich den Pinsel. Der Musiker weckte das Dorf mit Klängen aus seiner Schalmei oder griff zur Laute. Man kannte sie, die Künstler, sie gehörten dazu, waren geachtet, waren Teil von Feiern & Festen.

Kunst war verortet & fundiert, Kunst nahm sich Zeit, um zu werden…

Und heute haben wir keine Zeit…?

Auch das ist Thema in meinem kommenden Buch:

Liebeszeichen – Brandzeichen, denn die vermeintliche „Zeitlosigkeit“, vielleicht besser gesagt, Zeitknappheit, darf und sollte hinterfragt werden…

Sind wir gestresst, falls ja, warum…?

Die „Herzbaracke“ liegt am Züri-See, schaukelt etwas und bietet herrliche „Aussichen“. Auch ihr setze ich in meinem Buch ein  „Denkmal“, auch weil sie ein „Denk mal!“ als Botschaft verbreitet. Aber eben nicht nur.

Sie verkörpert viel mehr…

In ihr sind unendlich viele Liebeszeichen beheimatet, nicht nur die Liebe zu Details, nein, vor allem die Liebe zur Kunst…

Berg des Lebens

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„Das Können ist des Dürfens Maß“, sagt Bergsteiger Reinhold Messner.

Berge und Leben, da gibt es Verwandtschaften und Affinitäten. Einen Berg rennt man nicht hinauf. Einen hohen Berg, schaut man sich genau an, bevor man aufbricht.Was für Bedingungen herrschen? Wie ist die Wetterlage? Wie sind die Beschaffenheiten?

Pyrenäen_Wolkenbild

Extreme Beschaffenheiten bergen stets Gefahren

Sich zu akklimatisieren, ist notwendig.Man nimmt sich Zeit und trifft in Ruhe Vorbereitungen, denn was kommt, ist schwierig zu meistern. Es bedarf einer Gewöhnung an die Umstände.

Was eine Schwierigkeit ist, hängt in hohem Maße vom individuellen Empfinden ab. Das muss mit Realitäten abgeglichen werden, und zwar Schritt für Schritt. Höhenlagen erfordern besondere Maßnahmen. Die Luft wird dünner, jeder Schritt fällt schwer. So ist das im Leben oftmals auch. Selbst der kleinste Schritt wird zur Tortur. Pausen sind nötig. Körper und Geist, müssen sich regenerieren.Ist das nicht gewährleistet, droht der Zusammenbruch oder der Absturz.

Ein Berg ist kein Feriencamp und das Leben kein Ponyhof…

Jeder, der einmal in Extremsituationen war, der weiß, dass man dann keine lustigen „Wanderlieder“ mehr singt, es sei denn, man ist wahnsinnig oder dem Galgenhumor verfallen. Humor schadet nicht, im Gegenteil, er sorgt für Erleichterung, nimmt oft sogar die Angst für eine gewisse Zeit, reduziert den Druck. Die Bedrohung lässt nach. Das ändert aber nichts daran, dass die Bedrohungslage existiert. Wegschauen nützt da nichts, verzerrt den Blick auf die Realitäten wie es Illusionen auch tun.

 Flucht nach vorne?

In der Handlung bleiben zu können, ist wichtig. Nach vorne zu flüchten, absurd und gefährlich. Manchmal ist es auch angezeigt, konsequent eine Pause einzulegen. Durchatmen, in sich gehen. Auszeit. Burn out, ist alles andere als eine Modekrankkeit oder eine Trenderscheinung, ohne Tiefgang. Burn out ist gefährlich und bedarf einer fachlichen Analyse, Diagnose und Behandlung. Alles das braucht Zeit, Raum und sinnvolle Entscheidungen. Eine Flucht nach vorne, ist irrational und fatal. Manche legen ein Sabbathjahr ein. Sie kümmern sich ein Jahr „nur“ um sich selbst.

Was benötige ich? Was brauche ich? Wonach sehne ich mich?

Wer sich das einmal aufschreibt, der kommt vielleicht zu erstaunlichen Ergebnissen…

 

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