Buchprojekt: Liebeszeichen – Brandzeichen

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Dem Zeitgeist geschuldet, aber nicht nur… so entstand die Idee, über Liebeszeichen in verschiedenen Zusammenhängen zu schreiben. Eine Serie kleiner Bücher, die man gut auf Reisen lesen kann, da sie die Lebensreise selbst in den Fokus stellen. Der erste Band dieser Reihe wird bald erscheinen.

Jeder ist unterwegs, hält an, schaut sich um, geht weiter.  Der Prozess gleicht einem Fluss. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, pendelt jeder Mensch. Zum Teil entsteht daraus Zukunft.

Im ersten Band: Liebeszeichen-Brandzeichen,

geht es um Freundschaft als Quelle der Liebe. In digitalen Zeiten nimmt sie immer absurdere Formen an. Menschen klammern sich an ihre Smartphones und pflegen künstliche Freundschaften im Internet, anstatt real aktiv zu werden. Das wäre vor Jahren undenkbar gewesen. Im Buch betreten neben anderen Protagonisten, zwei schon verstorbene Freunde die Bühne: Fuchskappe & Louis.

Sie waren Wegbegleiter und zugleich Weggestalter:

originell, kreativ, entdeckungsfreudig, musikalisch und belesen. „Verrückt“ auf ihre Weise, könnte man sie auch bezeichnen, weil sie in mancherlei Hinsicht von der Norm abrückten. Fuchskappe pflegte einen nostalgisch anmutenden, britischen Snobismus, den er gerne mit Oscar Wilde verband. Louis war ein „Frankreichfreund“, der Liberté – Egalité – Fraternité – in den Mittelpunkt seines Lebens stellte. Beiden Freunden möchte ich ein Liebeszeichen setzen. Sie hatten auch ihre Brandzeichen.

In Liebeszeichen geht es auch um Polarisierungen in heutigen Zeiten

Sie haben Hochkonjunktur. Jeder gegen jeden. Anstatt zusammenzufügen, driftet man auseinander, und inszeniert das alltägliche Gegeneinander. Dabei geht es weniger um die Lösung von Konflikten, sondern um Bashing, Abwertung und Entwürdigung. Immer neue Spannungsfelder werden geschaffen, wobei Inhalte zu Sprechblasen mutieren. Dazu hat der Seifenblasenmensch von Zürich auch seine Meinung. Er steht am Züri-See und malt bunte Träume in den Himmel. Von der Stadt Zürich bekam er dafür schon Bußgeldbescheide. Beeinträchtigte er den Flugverkehr? Zürich, auch die Stadt der FIFA und der abenteuerlichen Kontenführungen, mit sehr suspekten Inhabern. Aber der Künstler wird verfolgt…Kopfschütteln!

„Die Menschen nehmen sich zu wichtig. Wir sind doch auch nicht mehr als Seifenblasen,oder?“sagt Gunnar.

seifenblasenmann

Die Menschen staunen… und sind von Freude beseelt…

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung meines Buchprojektes: Liebeszeichen. Durch ihre Spende tragen Sie dazu bei, dass neben einer e-book-Version, die bald erscheinen wird, mein Manuskript auch gedruckt werden kann. Natürlich bedarf es auch der Werbemittel, die durch Ihren Beitrag mitfinanziert werden können.

Das e-book erscheint am 30. November 2016

ISBN: 97 837 431 135 72

DANKESCHÖN

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surf surf surf on time

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„They said it couldn’t be done, we did it,

they said it wouldn’t continue,   it does.“

( Jack o‘ Neill )

Warten auf die eine Welle, die trägt, zaubert und leitet. Machtvoll schäumt die Gischt, das Brett ins Wasser geworfen, paddeln gegen Wellen und Strömung, bis man draussen ist, weit draussen, wo Türme aus Wasser erschaffen werden.

The power of nature

Alles ist in Bewegung, entgegen starrer Ordnung und Erwartung. Muster? Ständige Wechsel. Flow hat keinen Bestand, lebt aus sich heraus, ist Lebendigkeit selbst. Worauf sich der Mensch verlassen muss, ist seine Erfahrung und Intuition. Wie kann man an einem lebendigen Wesen entlang gleiten, diesem Wesen, welches fünf, zehn und mehr Meter hoch sein kann? Geballte, dynamische Kräfte, zirkulierend, immer in Bewegung. Der nächste Moment ähnelt bestenfalls seinem Vorgänger und grüßt vielleicht als Brecher. Schnell abtauchen. Ein Dagegen hat keine Chance. Unter der Welle hindurch, warten auf die nächste…geduldig und gespannt. Was wird passieren? Das Spiel mit den Unwägbarkeiten. Ist die Gefahr kalkuliert, kalkulierbar? Sie treibt an, reizt, schafft Herausforderung. Das Risiko stellt Fragen. Die Antworten gibt das Meer…

Sonne. Wind. Sturm. Mit den Wellen gleiten, eins werden mit der Natur. Und dann kommt man aus dem Wasser, ist beseelt vom Erlebnis. Nach der Ekstase, nach der Spannung, kommt die Ruhe, der Rückblick. Was war geschehen…?

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Wege

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Der Wege gibt es viele,

Foto: Stefan Dernbach Großglockner

Foto: Stefan Dernbach
Großglockner

der Landschaften auch.

Hat man eine Ahnung,

vielleicht sogar eine Gewissheit,

was einen erwarten könnte?

Trotz aller Sorgfalt,

man kann nie genau wissen,

was passieren wird.

Erst mit dem Gehen, erfolgt die konkrete Erfahrung. Das gilt für die Berge als auch für die weiten Ebenen. Landschaften spiegeln unser Dasein und unsere Geschichte. Man begibt sich nicht ohne Grund in die Berge, andere suchen die Wüste oder das Meer auf.

Abgeschiedenheit, Stille und Kargheit

Die Reduktion auf das Wesentliche, die Klarheit eines Felsens, der Widerstand von Gestein. Hier ein Anstieg, dort ein Abgrund. Schier endlose Serpentinen schlängeln sich den Berg hinauf. Ausdauer ist gefragt. Steil aufragende Felswände, nahezu unüberwindlich, bringen Grenzen hervor. Wie lange ist der Weg bis zum Gipfel? Welche Routen gibt es? Die Schritte werden langsamer, der Atem schwerer.

You can’t fool a mountain

Dem Berg ist es gleichgültig, welchen Status jemand hat:

arm oder reich, stark oder schwach, erfolgreich oder nicht erfolgreich, adelig oder bürgerlich, intelligent oder dumm, schön oder hässlich, interessiert oder gleichgültig, gelassen oder wütend…etc.

Der Berg sorgt für Selbsterfahrung. Man lernt sich kennen, man lernt andere kennen. Wie verhält man sich, wenn die Luft dünn, die Klarheit schneidend wird? Ist man geduldig, achtsam und gelassen? Am Berg scheiden sich die Geister und das Wetter.

Er ist immer für eine Überraschung gut…

 

Fernsicht V

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Viele träumen von der Insel                   leuchtkugel

im Paradies,

sind selbst Insel,

wandeln über crusoeischem Grund,

auf sandigem Boden.

Zu Tropenparadiesen

gehören auch Tropenstürme.

„You are like a hurricane“ singt Neil Young noch immer, ebenso wie „Four strong winds“. Der kanadische Folk- und Rockpoet ist zwar kein Seemann, hat aber jede Menge Geschichten in seinen Liedern zu erzählen, die man ebenso gut in den Bergen, in den Prärien und an der See ansiedeln kann. Er ist ein Mann der Weite, ein Mann der Ferne, ein Mann des Reisens.

„Cripple Creak Ferry“, „Powderfinger“ oder „Thrasher“, es geht um Menschen und Natur, es geht um Wege und Sein, um die ewigen Grundfragen und Antworten. Blickt man weit zurück, so finden sich Songs wie „Midnight on the bay“, „Comes a time“ oder „I’m a child“.

Unterwegssein, surf and time, back to the roots, forward to new horizons.

Und dann sitzt man irgendwo am Meer und lauscht den Melodien. „Long may you run…“ Die See läd zum Verweilen ein, lässt einen eintauchen in eine Art innerer Besinnung und Stille. Hier relativieren sich die Zeitgeister, die Trends und Hypes. Kampf und Erfolg, um jeden Preis? Ehrgeiz und Heldentum? Das Leben als Entertainment und Steigerungsmanie?

Er wirkt krank wie lächerlich, der faule Budenzauber …

Fernsicht IV

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Auf zu neuen Ufern,                                               husum_wetter

zwischen Abschied und Ankommen,

liegt die Reise.

Das Meer hat viel zu bieten:

Tanz des Wetters, Tanz der Wellen.

Wieviel Knoten? Welche Windstärke?

Zwischen Flaute und Sturm, liegen viele Möglichkeiten.

Heute Shorts, morgen Südwester. Wetterfest zu sein, das wäre wünschenswert. Und dann sticht man in See, ohne genau zu wissen, was einen erwartet. Natürlich gibt es nützliches Grundwissen und eine gute Ausrüstung. Aber jede Reise beinhaltet auch Überraschungen und Unvorgesehenes. Und was dann? Dann zeigt sich die Persönlichkeit in ihren reichhaltigen Facetten.

Plan A ist nur noch Makulatur, Plan B ist empfehlenswert, manche operieren bis Plan G oder K.

Ganz ohne Plan in See zu stechen, ist nicht empfehlenswert. Das erzählen zumindest die Havaristen und Realisten. Aber ein Plan ist auch keine Garantie, noch eine Lebensversicherung.

Das Meer ist immer in Bewegung, das Leben auch. Die Möglichkeiten des Seins sind vielfältig, sofern man sie zulässt…

Fernsicht III

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Der Horizont bietet sich dar,                     dage_gegenlicht

weit ausladend, manchmal in

ein Wolkengemälde eingebettet,

erhält er hier und da,

seine Konturen.

Ankerpunkte gibts am Himmel wie auch auf See, ansonsten könnte man sich in der Weite verlieren. Ein Zuviel an Weite kann ebenso bedrohlich wirken, wie ein Zuviel an Enge. Der Grad, was erträglich oder eben unerträglich ist, bleibt individuell, so auch die Vorstellungen von Schönheit und Ästhetik.

Natürlich gibt es Übereinkünfte, Gemeinsamkeiten und Schnittmengen, wodurch auch immer hervorgerufen. Sie gilt es nicht nur zu entdecken, sondern auch zu suchen und zu pflegen.

Wer Freude an der wechselseitigen Entdeckung hat, kann viel finden, wird reichlich beschenkt.

Das ist nichts für Schneckenhäusler und auch nichts für Eingleiser, ob Frau oder Mann.

„Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze“,

meinte einst Franz Kafka.

Das gilt sowohl für das äußere wie auch für das innere „Matrosenleben“…

 

Fernsicht II

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Vom sicheren Hafen aus,                               husum_goodewind

lässt sich gut schauen.

Dort wird Seemannsgarn gesponnen,

ein Leuchtfeuer entzündet,

welches den Schiffen hilft,

ihren Weg zu finden.

Klippen gibt es unter und über Wasser.

Hier und da, empfielt sich ein Lotse, nur muss man dem vertrauen. Er kennt die Untiefen, die Meeresenge, die Sandbänke. Wer jedoch auf einem Seelenverkäufer anheuert, der hat schlechte Karten, segelt nicht nach Kompass und Sternen, sondern segelt gen Meeresgrund. Wenn der Schrei ertönt:

„Riff voraus!“

ist es meist zu spät. Dafür muss man nicht die Geschichte der Titanic bemühen, das gilt für das Leben allgemein.

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